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Und dieſe unwürdige Mutter vermochte doch zu jener Zeit noch mit einer abſcheulichen Vergangenheit zu brechen, mit ihrem Manne und ihrer Tochter nach Paris zurück⸗ zu kehren, um beſcheiden in der Familie bei der Tante Prudence, bei Fortunés und Marianne zu leben; konnte ſich aber Madame Jouffroy entſchließen, dem Blicke der Tante Prudence zu trotzen, deren ſtrenger, feſter Ver⸗ ſtand ſie ſo oft empört hatte? konnte ſie, ohne zu errö⸗ then, den Blick von Marianne ertragen, die einſt ihres Erbtheils zu Gunſten von Aurelie, welche ihre Familie reich ausſteuern wollte, beraubt worden war? konnte Madame Jouffroy, ohne zu erröthen, den Blick von For⸗ tuné Sauval ertragen, deſſen beabſichtigte Heirath ſie, Aurelie die Zurücknahme des ihrem Vetter gegebenen Wortes beinahe entreißend, gebrochen hatte?
Und dieſe drei Perſonen: die Tante Prudence, Fortuns und Marianne ſollte Madame Jouffroy, ſo wie wir ſie kennen, in Demuth und Reue um Verzeihung für die Vergangenheit, um Brod und ein Aſyl für die Zu⸗ kunft gebeten haben.
Nein! nein! das konnte ſie nicht. Wir wiederho⸗ len; das Laſter hat ſeine Logik und ſeine Fa⸗ talität wenn das Princip des Guten für immer im Kampfe mit dem Princip des Böſen unterlegen iſt. Madame Jouffroy mußte ſich darein fügen, ihre Toch⸗ ter ſich den Anträgen von Herrn von Marzanares un⸗ terziehen zu ſehen; dieſe Schmach wurde übrigens mas⸗ kirt unter einem gewiſſen Firniß von Wohlanſtand; die Frau Gräfin von Villetanenſe, welche mit ihrem Vater und ihrer Mutter in einem andern Wagen als der Herr Herzog reiſte, welche eine getrennte Wohnung in den Hotels der Städte, wo man ſich aufhielt, inne hatte, die Frau Gräfin, welche durch ihren edlen Ehrenwächter bei den Geſandtſchaften, in der beſten Geſellſchaft vor⸗ geſtellt wurde, wo ſie thronte, wo ſie alle Frauen durch ihre Schönheit, durch ihre Anmuth verdunkelte, Frau


