Teil eines Werkes 
[12. Bändchen] (1854)
Entstehung
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ſchund, hielt aber die entſetzliche Creatur immer feſt und rief heldenmüthig:

„Die alte Garde ſtirbt, ſie ergibt ſich nicht.“

Clara und einige Männer trennten mit großer Mühe Angelv und Herrn Badineau; immer mehr gereizt bedrohten ſich dieſe aus der Entfernung und wechſelten grobe Beleidigungen. Zitternd, verwirrt, Allen fremd, warf die Gräfin dahin und dorthin flehende Blicke, be⸗ gegnete aber nur gleichgültigen oder ſpöttiſchen Geſich⸗ tern; einige ehrliche Leute, die ſich in dieſes ſchlechte Haus verirrt hatten, wandten mit Ekel die Augen von dieſer gemeinen Scene ab.

Plötzlich lief eine erſchrockene Dienerin in den Sa⸗ lon und rief:

„Verbergt die Einſätze! der Commiſſär kommtl“

Bei dieſen Worten entſteht eine außerordentliche Bewegung im Salon; vom Lanzknecht abgezogen durch die vorhergehenden Streitigkeiten, eilen die Spieler zu den Tiſchen, um ihre Einſätze zurückzunehmen und die Karten verſchwinden zu machen, während Clara und ihre Dienerin eiligſt mit einander die drei Lampen⸗ welche den Salon erhellen, auslöſchen; hienach ſprach Frau von Sablonville mit lauter Stimme zu den Stammgäſten:

„Wir werden gegen den Commiſſär behaupten, wir ſpielen: Bei Nacht ſind alle Katzen grau, ein unſchuldiges Geſellſchaftsſpiel!“

Unter dieſer plötzlichen Finſterniß nahm Angelo, den der Tumult in die Nähe von Aurelie gebracht hatte, dieſe bei der Hand und ſagte leiſe zu ibr;

„Komm geſchwinde „ folge mir!“

Der Grieche kannte vollkommen des Hauſes Gele⸗ genheiten; er befand ſich im Augenblick des Auslöſchens der Lampen ganz nahe bei der Thüre des Schlafzim⸗ mers von Clara; er führte die Gräfin in dieſes Zimmer⸗ ſchloß die Thüre doppelt hinter ſich, gelangte mit Au⸗ relie in einen Gang und auf die in den Hof mündende

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