des Griechen hinſichtlich der förmlich angekündigten Reiſe war, verſetzte Aurelie in eine wachſende Unruhe; ſie konnte nur, ihren Stolz verdoppelnd, zu ihrer Neben⸗ buhlerin ſagen:
„Um Ihnen zu antworten, Madame, müßte ich die Sprache der Hallen ſprechen, und dieſe ſpreche ich nicht.“
„Gehen Sie doch, Sie Zierpuppe! Sie haben nicht
für zehn Liards Witz!“ rief Madame Bayeul mit einer kreiſchenden Stimme; „gehen Sie doch! Glücksgräfin! Sie glauben, Alles ſei erobert, Alles ſei verführt, wenn Sie Ihr Wachsgeſicht haben paradiren laſſen. Es gibt ſchonere als das Ihre in den Schaufenſtern der Friſeurs; Sie ſind nur eines von den Lärvchen, welche immer von den Männern übertölpet werden, erfahren Sie das, Gräfin! die Männer werden eine Häßliche meiner Art beſſer lieben, weil ich Laſter habe. . . Nicht wahr, mein Angelo?“
Hienach nahm die abſcheuliche Creatur den Griechen beim Arm und ſagte:
„Laſſen Sie uns gehen, mein Angelo.“
Und mit einem höhniſchen Gelächter fügte ſie bei:
„Meine Complimente zu Hauſe, Gräfin!“
Der Grieche machte ſich ungeſtüm vom Drucke von Madame Bayeul los, näherte ſich Aurelie, bot ihr ſeinen Arm und ſprach:
„Kommen Sie, Madame, kommen Sie! . Sie fönnen nach dieſen Beleidigungen nicht einen Augenblick länger hier bleiben.“
Die Gräfin bemächtigte ſich bebend des Armes von Angelo und ſchleuderte einen Blick wilden Triumphes ihrer Rebenbuhlerin zu.
Im Herzen getroffen, wurde dieſe leichenbleich, blieb;
einen Augenblick unbeweglich vor Schmerz und Wuth und ſtützte ſich auf einen Tiſch; ſie fühlte ſich einer Ohnmacht nahe. .
„Ah! meine Liebe, treiben Sie Ihren Scherz mit
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