Teil eines Werkes 
[12. Bändchen] (1854)
Entstehung
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hr Bett treten, zog ſie alsdann an ſich und umarmte ſie mit einer krampfhaften Stärke.Schweſterchen, ſagte ſie,öffne meine Läden und rufe geſchwinde meinen Vater, meine Mutter, meine Tante. Ich wünſche Euch Alle zu ſehen, ehe ich ſterbe. . ich wollte den Bruch meiner Heirath mit Herrn von Villetaneuſe nicht überleben.

Welche Liebe! rief der Vetter Ronſſel.

Erſchrocken, läuft Marianne zu den Läden und öffnei ſie; ſie ſieht Aurelie leichenbleich und bald von entſetzlichen Convulſionen befallen, fuhr Fortuné mit bebender Stimme fort.Marianne ruft die Familie laut ſchreiend herbei. Der Arzt kommt an, und, trotz der Heftigkeit des Uebels, hofft er, gerade weil die Giftdoſen ungehener waren, er hofft, ſage ich, er iſt beinahe ſicher, Aurelie zu retten. Nun, meine Freunde, hört mich an, ſprach Fortuns mit feſterem Tone. Durch den Vater Laurencin davon unterrichtet, die Mutter von Michel werde heute Abend hier ſein, lief ich in aller Haſt hierher, um ſie zu nöthigen, von ihrer Herrſchaft über Herrn von Villetaneuſe auf eine Art Gebrauch zu ma⸗ chen, daß er Anrelie heirathe; geſchähe dies nicht, mein Gott! Kaum dem Tode entriſſen, würde ſie ſich aber⸗ mals das Leben zu nehmen ſuchen! Ah! wehe mir! wehe mir! meine ſelbſtſüchtige Liebe hat ihre Verzweif⸗ lung verurſacht, hat ſie beinahe getödtet! Oh! wenn ſie geſtorben wäre, wenn ſie ſtürbe, das wäre die Gewiſſensfolter meines ganzen Lebens! Und mit dro⸗ hendem Tone zu Madame Morlac:Sie hören mich! Heute Nacht, heute Abend noch muß Herr von Villetaneuſe, auf den Sie einen unbegrenzten Einfluß üben, an die Familie Jouffroy ſchreiben: unterrichtet von dem Unglück, das vorgefallen ſei, bitte er ſie inſtän⸗ dig, die Heirath wieder anzuküüpfen. Dieſe Sicher⸗ heit kann Aurelie völlig ins Leben zurückrufen. Bewerk, ſtelligen Sie dies nicht, ſo offenbare ich, ich wiederhole