Teil eines Werkes 
[12. Bändchen] (1854)
Entstehung
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Kind! Aber wann denn? aber warum hat ſie ſich ver⸗ giftet? Mein Gott! hat man ihr Hülfe gebracht? Iſt ſie gerettet? Sie iſt alſo gerettet, da Du von dieſer Heirath ſprichſt?

Laßt mich! ich weiß nichts . . . mein Kopf ver⸗ wirrt ſich . ich werde ein Narr! . .. Oh! das heißt zu viel leiden, zu viel!

Vor der Heftigkeit einer ſolchen Verzweiflung ſchwie⸗ gen der Vetter Rouſſel und der alte Handwerker; die Courtiſane fühlte ſich auch, trotz ihrer mütterlichen Ban⸗ gigkeiten, vom Mitleid bewegt durch das Loos von For⸗ tuns Sauval, und einige Augenblicke herrſchte ein tiefes Stillſchweigen unter dieſen verſchiedenen Perſonen.

Dieſes Stillſchweigen und die Beſänftigung der erſten Heftigkeit ſeines Schmerzes riefen allmälig den jungen Künſtler zu ſich ſelbſt zurück. Er fuhr mit ſeinen beiden Händen über ſeine glühende Stirne und ſagte bald mit einer geſchwächten Stimme, indem er ſich an den Greis und an den Vetter Rouſſel, die ihn mitleidig anſchauten, wandte:

Entſchuldigt mich, meine Freunde; ich war vorhin nicht recht bei Sinnen, ich konnte nicht auf Eure Fra⸗ gen antworten. Vernehmet, was geſchehen iſt. Man hat, Gott ſei Dank! wenigſtens Hoffnung, Aurelie zu retten, ſie hat zur rechten Zeit Hülfe erhaiten.

Ah! ich athme, rief Joſeph.Das arme Kind! Doch was ſoll man dieſen unſeligen Entſchluß zuſchreiben ?

Was? verſetzte Fortuné voll Bitterkeit,der Liebe von Aurelie für Herrn von Villetaneuſe, den La⸗ mentationen meiner Tante, welche unabläſſig wiederholte, der Bruch dieſer allen Bekannten der Familie verkündig⸗ ten Heirath werde ſie mit Lächerlichkeit bedecken.

Ah! ſprach traurig der Vetter Rouſſel,ich be⸗ greife nun Alles.

Der Bruch dieſer Heirath hatte mich Anfangs mit Freude erfüllt, ſagte Fortuné;ich liebte, ich liebe