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zu entweihen geglaubt, würde ſie ſich zu derſelben bebeckt mit koſtbaren Gewändern, welche gleichſam Zeugen ihrer Ausſchweifungen, begeben haben.
Dieſer geheime Gedanke der Courtiſane wurde von Vater Laurenein begriffen und geſchätzt; er ſagte leiſe zu ihr, indem er auf eine der Thüren des Salon deutete“
„Ich will mit Herrn Rouſſel in dieſes Zimmer gehen, deſſen Thüre offen bleiben wird; ich werde Ihre Unter⸗ redung mit meinem Enkel hören, kein Wort alſo, das ihn könnte vermuthen laſſen, Sie ſeien ſeine Mutter, ſonſt iſt dieſe Unterredung die letzte, die Sie mit ihm gehabt haben.“
„Seien Sie ohne Furcht,“ erwiederte Catherine leiſe, „ich werde mich nicht der Gefahr ausſetzen, die einzige Hoffnung, die mir bleibt, zu zerſtören.“
Der Vetter Ronſſel hatte Frau von Morlac nie ge⸗ ſehen; er beobachtete ſie mit einer doppelt peinlichen Neugierde, während ſich der Vater Laurencin Michel näherte und zu ihm ſagte:
„Mein Kind, indeß der Vetter Rouſſel und ich in dieſem Cabinet mit einer Angelegenheit, die uns intereſ⸗ firt, beſchäftigt ſind, kannſt Du nit dieſer Dame von Deiner Mutter reden.“
25! Dank, Dank, Großvater, welch ein Glück für mich!“
Joſeph und der Greis, nachdem dieſer noch einmal durch eine bezeichnende Geberde Catherine ſich nicht zu verrathen ermahnt hatte, ließ ſie im Salon mit Michel.
XLVI.
Frau von Morlat befand ſich zum erſten Male bei Michel und konnte ihn mit Muße betrachten; endlich war ſie mit ihm allein.
Wie vermöchte man auszudrücken, was ſie empfand, was


