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bindung ſtand, rief Michel, und dieſer trat in den Sa⸗ lon ein.
„Mein Kind,“ ſagte ſein Großvater zu ihm, „oft ſprachſt Du mitmir von Deinem lebhaften Wunſche, über Deine Mutter Einzelheiten zu erfahren, die ich Dir nicht geben konnte, weil Dein Vater, wie geſagt, in fremdem Lande geheirathet hat, wo ſeine Frau früh geſtorben iſt; doch geſtern hat man mir mitgetheilt, die Perſon, zu der wir am Sonntag eine Armſpange brachten, habe Deine Mutter gekannt. .“
„Die arme Dame, der es unwohl geworden iſt?“
„Jät⸗
„Sie hat meine Mutter gekannt! ſie könnte mir von ihr erzählen? Mein Gott! welch ein Unglück, daß ich dies nicht gewußt habe, als wir bei ihr waren!“
„Beruhige Dich, ſie beſucht manchmal Herrn Rouſſel.“
„Sie wird heute Abend hierher kommen,“ fügte Jo⸗ ſeph bei, „und Du kannſt mit ihr plaudern.“
Die Angen feucht von ſüßen Thränen, fiel der Lehr⸗ ling dem Vater Laurencin um den Hals. Der Vetter Ronſſel betrachtete Veide mit tiefer Rührung, als der Por⸗ tier eintrat und meldete:
„Mein Herr, die Dame iſt angekommen.“
„Bitten Sie ſie, einzutreten.“
8 ah erſchien Frau von Morlac an der Thüre des alon.
Einem außerordentlichen Zartgefühle, das ſie aus ihrer mütterlichen Liebe ſchöpfte, Folge leiſtend, hatte Cathe⸗ rine auf ihre gewöhnliche Eleganz verzichtet; ſie trug ein wollenes Kleid von dunkler Farbe, einen wohlfeilen Shawl und einen höchſt einfachen Hut. Dieſe beſcheidenen Kleidungsſtücke waren neu; ſie erinnerte ſich der erſchreck⸗ lichen Worte des Vaters Laurenein in Betreff der unreinen Reichthümer, die ſie Anfangs ihren Sohn wollte benützen laſſen, und ſie hätte ihre erſte Zuſammenkunft mit ihm


