Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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Sie begleitet Dich nach Paris und ſtatt ſich zu be⸗ mühen, wie es ihre Pflicht geweſen wäre, ihren Bräutigam durch ſanftes und reſignirtes Benehmen zu ſich zurückzuführen, nimmt ſie ſich im Gegentheil vor, ihn durch ihre Vorwürfe und Sarkasmen zu reizen und zur Verzweiflung zu bringen.

Mein Freund, ich kann nicht in dem Verdacht der Parteilichkeit für Jeane ſtehen . .. ich habe mich, wie Du weißt, in meinem Urtheile über ſie ſehr ſtreng gezeigt . . . aber man muß gerecht ſein die Heftigkeit ihrer Eiferſucht iſt ſo groß wie der Stolz ihres Charakters; Du kannſt Dir gar nicht denken, was das arme Geſchöpf während jenes Abends und jener Nacht gelitten, wo wir von Stunde zu Stunde, von Minute zu Minute Maurice erwarte⸗ ten, beide die Beute der unausſprechlichſten Bangig⸗ keiten

Du warſt in dieſem Falle nicht vernünftiger, als unſere Richte, meine liebe Julie . . .

Wie! . . mein Sohn kommt nicht nach Hauſe, Und

Sogleich, ſage ich Dir, werden wir von Mau⸗ rice ſprechen; aber wenn ich auch die Unruhe einer ſo zärtlichen, gefühlvollen Mutter, wie Du biſt, be⸗ greife, ſo kann ich doch nicht zugeben, daß eine junge, beſcheidene, gut erzogene Perſon eine übertriebene Eiferſucht von der höchſten Ungebührlichkeit zur Schau trägt.

Ich wiederhole Dir, mein Freund, ich habe das Betragen Jeane's ſtreng getadelt; aber ihre Eifer⸗ ſucht war durchaus nicht affectirt, ſie war aufrichtig Ach! wenn man liebt . . .