Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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zukämpfen, indem ſie einen Strahl von Hoffnung bewahrte und ſich glauben machen wollte, daß ihre Scharfſichtigkeit ſich geirrt haben könnte. Das Schweigen, das ſie beobachtete, die tiefe Unruhe, die ſich auf ihrem ſchon durch den Kummer alterirten Geſichte ausſprach, ſchienen die Verlegenheit des Herrn Dumirail zu mehren, und die Augen vor dem Blicke ſeiner Frau ſenkend, ſchien er die Leichtfertig⸗ keit ſeiner letzten Worte zu bedauern und fuhr in einem etwas ernſteren Tone fort:

Wenn ich ſage, meine liebe Julie, daß wir aus unſerem Sohne keinen Mönch machen wollen, ſo beabſichtige ich keineswegs, das Tadelnswerthe ſeines Benehmens zu entſchuldigen.

Ich bin es überzengt; denn eine ſolche Toleranz würde mir vielleicht beunruhigender erſcheinen, als die üble Aufführung von Maurice.

Ich werde die Nachſicht nie bis zu einer ſtraf⸗ baren Schwäche treiben, das darfſt Du verſichert ſein; aber aus Deinen Mittheilungen geht hervor, daß auch unſere Nichte Unrecht hatte; nach meiner Anſicht Unrecht, das größer war als das unſeres Sohnes. Beſchäftigen wir uns zuerſt mit Jeane, fügte Herr Dumirail hinzu, als hätte er die Erklä⸗ rung bezüglich ſeines Sohnes verſchieben wollen. Wir haben Jeane bis jetzt behandelt, als wenn ſie unſer Kind geweſen; wir hatten unſere Einwilligung zur Heirath mit Maurice gegeben, eine für ſie aus mehreren Gründen unverhoffte Verbindung. Ihr Vater, mein unglücklicher Bruder, welcher nicht wußte, daß ſeine Frau in der Hoffnung war, machte mich, wie Du weißt, zum Erben ſeines Vermögens, das