Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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nen war und nicht glauben konnte, was ſie hörte. Herr Dumirail bemerkte ihr Erſtaunen. Er lächelte und fuhr fort:

Meine Nachſicht verwundert Dich um ſo mehr, meine liebe Freundin, als Du übertriebene Strenge von mir erwarteteſt, nicht wahr?

Ich geſtehe, ſtotterte Madame Dumirail, Deine Art, die Sachen anzuſehen . . . verwirrt mich.

Das iſt ganz einfach . . . Du biſt Mutter, Du biſt Frau . . . Du mußt gewiſſe Dinge aus einem ganz andern Geſichtspunkte anſehen, als ich.

Wie, mein Freund, betonte Madame Dumirail nachdrücklich,Mauricens Betragen . . . 1

Iſt allerdings in mehreren Beziehungen tadelns⸗

7 .

werth, aber unter uns ..

Vollende.

Offen geſagt, liebe Freundin, wir haben nie⸗ mals aus unſerem Sohne einen Mönch machen wollen ..

Der Schein von Sorgloſigkeit, den ſich Herr Dumirail gegenüber von wirklich tadelnswürdigen Handlungen gab, harmonirte ſo wenig mit der ge⸗ wöhnlichen Strenge ſeiner Grundſätze und dem Ernſte ſeines Charakters, er zeigte eine ſo ſichtbare Ver⸗ legenheit über die Leichtfertigkeit, mit der er ſich über eine in ſo vielen Beziehungen ernſte Sache ausſprach, daß Madame Dumirail den geheimen Grund zu dem ſcheinbaren Optimismus ihres Mannes zu finden ſuchte; und bald ſchon, beinahe gewiß ihn entdeckt zu haben, zitterte ſie, von den lebhafteſten Beſorgniſſen ergriffen. Sie ſuchte ſie indeſſen nieder⸗