Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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Ich habe Dir die Wahrheit, die volle Wahr⸗ heit geſagt, mein Freund. Du biſt jetzt von der traurigen Undankbarkeit unſerer Richte, den Verir⸗ rungen unſeres Sohnes unterrichtet; aber wir dürfen nicht daran verzweifeln, ſie zu uns und zum Guten zurückzuführen. Möchte Dein Schweigen keine Pläne unerbittlicher Strenge in ſich ſchließen! Ich war die Erſte, welche unſern Sohn bei Dir anklagte; aber ich werde auch Deine Rachſicht, Deine Billigkeit an⸗ rufen, wenn die Strafe, die Du ihm vorbehältſt, die Größe ſeines Vergehens überſchreitet; und was auch kommen mag, Du biſt, das bin ich gewiß, wie ich überzeugt, daß wir ſobald als möglich nach dem Mo⸗ rillon zurückkehren müſſen und ſo Gott will, verlaſſen wir ihn nie wieder.

Madame Dumirail vermied, wie man ſieht, mit außerordentlich viel Tact, Klugheit und Großmuth jeden Vorwurf, der ſich auf das Vergangene bezog; da ſie dachte, ihr Mann leide ſchon genug durch das Inſichgehen, zu dem ihn die Ereigniſſe zwingen, ſo enthielt ſie ſich, ihn auch nur durch eine Anſpielung daran zu erinnern, daß er durch die Halsſtarrigkeit, mit der er darauf beharrt, daß Maurice nach Paris gehe, das Unglück verurſacht, das beide zu beklagen hatten.

Es ſchlug Mitternacht in dem Augenblicke, als Madame Dumirail dieſe Worte ausſprach:

Wir müſſen nach dem Morillon zurückkehren und ſo Gott will, verlaſſen wir ihn nicht wieder.

Dann fügte ſie hinzu, als ſie den Schlag der Uhr hörte:

Schon Mitternacht! Maurice iſt noch nicht zu⸗