Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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Dumirail, welche einen Zornesausbruch ihres Gatten gegen ihren Sohn fürchtete, ſuchte die ſträflichſten Handlungen des Letztern zu mildern, legte beſondern Nachdruck auf ſeinen guten und feſten Vorſatz, nach dem Morillon zurückzukehren, ein Vorſatz, der leider in Folge der rachſüchtigen Bitterkeit Jeane's wieder zunichte gemacht wurde, welche, weit entfernt, einige Nachſicht gegen die Verirrung ihres Bräutigams zu zeigen, ſich ſtolz, boshaft und unerbittlich gezeigt. An die Nachſicht und Güte ihres Mannes appelli⸗ rend, und die Fehltritte ihres Sohnes ſo gut ſie konnte entſchuldigend, indem ſie dieſelben der Jugend, der Unerfahrenheit und vorzüglich der Macht der Verführung zuſchrieb, die ihn ſo zu ſagen aufſuchten, anerkannte Madame Dumirail auf der andern Seite, daß das Beiſpiel der erzählten Vorgänge freilich nicht hoffen laſſe, Maurice werde den Muth haben, den Gelegenheiten, ſich verführen zu laſſen, welche

in Paris ſo häufig ſind, zu widerſtehen; als kluge

und weiſe Mutter trug ſie auf die raſche Abreiſe der Familie nach ihrer lieben Einſamkeit im Jura an. Herr Dumirail hatte ſie zum großen Erſtaunen und zur lebhaften Beunruhigung ſeiner Frau ange⸗ hört, ſcheinbar theilnahmlos und ſelbſt ohne ſie di die Ausrufungen des Erſtaunens und der Entrüſtung zu unterbrechen, welche, ihrer Anſicht nach, die Er⸗ zählung der Verirrungen ihres Sohnes hervorrufen müßten; ſie hätte ſogar den heftigen Zorn ihres Man⸗ nes dieſer ſtummen Ruhe vorgezogen, welche ihr furchtbarer erſchien, als das heftige Aufbrauſen; deßhalb fügte ſie, um die Rede emphatiſch zu ſchlie⸗ ßen, hinzu: