„Aber weshalb dieſe Eiferſucht?“
„Weil er mir ſeit zwei Monaten raſend den Hof macht, dieſer gute Herr d'Otremont,“ antwortete Frau von Hansfeld, laut lachend, „ich habe mir er⸗ laubt, mich ſchmählich über ihn zu moquiren . . .“
„Meine Liebe,“ antwortete Richard in dem Tone verächtlicher Vertraulichkeit, „Sie prahlen . . .“
„Wiefern?“
„Indem Sie behaupten, ich hätte Ihnen den Hof gemacht.“
„Sie leugnen es?“
„Aufs Entſchiedenſte.“
„Das iſt pikant.“
„Schon gut, meine Liebe! Sie wiſſen übrigens, daß man nur Frauen von gewiſſen Kreiſen den Hof h
„Herr dOtremont . . . Sie ſind ein Bauer!“ rief Frau von Hansfeld, indem ſie raſch aufſtand.
Und indem ſie ſich den Anſchein gab, als ob ihr die Aufregung den Athem benähme, fügte ſie mit angegriffener Stimme, das Geſicht im Taſchentuch verbergend, hinzu:
„Sie haben es gehört, Maurice? Welche Feigheit, eine wehrloſe Frau zu inſultiren!“
„Bin denn ich nicht hier Ihr Vertheidiger!“ rief der junge Bergbewohner, der zu ſehr Neuling war, um die Bedeutung des an Antvinette zerite Sarkasmus zu verſtehen.
Maurice, welcher Frau von Hansfeld ſchwer pe leidigt glaubie, weil ſie ſich darüber beklagte, daß ſie es ſei, und durch die Trunkenheit und den Zorn im⸗


