Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

208

„Sie wiſſen, daß Ravul zwei tauſend Louisdors im Lanzknecht verloren?“

„Er konnte es um ſo leichter, als er mit Old⸗Nick, dem Liebling des letzten Wettrennens von Chantilly, drei tauſend gewonnen.“

„Apropos, das letzte Wettrennen, wiſſen Sie, daß Saint⸗Alphonſe und ſeine Freunde, ganz grau wie die Templer, mitten in der Nacht und mit Zündern, Petarden und Leitern wohlbewaffnet ausgezogen ſind, um das von Mareuil für die achttägigen Rennen gemiethete Haus nach allen Regeln zu belagern?“

„Ich weiß es ganz genau, da ich zu den Be⸗ lagerten zählte. Unſere Vertheidigung war herviſch! Wir haben das Tafelgeſchirr, die Tiſche und die Stühle zum Fenſter hinausgeworfen; aber nachdem ein Zünder der Belagerer den Brand in den Spei⸗ cher unſeres Hauſes geworfen, benützten ſie den Tumult, um die Thüre einzubrechen, die Fenſter zu zerſtören, und der Platz mußte ſich endlich er⸗ geben.“

„Und die Kriegskoſten? . . . Wer hat ſie be⸗ zahlt?“

„Die beiden Generale en chef, Mareuil und Saint Alphonſe. Sie haben ſich mit hundert Louis⸗ dors Schadenerſatz, welche ſie dem Beſitzer zugeſtan⸗ den, abgefunden.“

„Welch' amüſante Tollheit!“ dachte Maurice. „Aber Geduld, die Rennen von Chantilly finden jedes Jahr ſtatt und ich werde einer der Helden der Belagerung im nächſten Jahre werden!“

„Da wir gerade von Mareuil ſprechen, haben