Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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die affektirten Bevorzugungen demüthigte, mit denen ſie Maurice überhäufte; der heftige Verdruß, die dumpfe Gereiztheit, welche Richard fühlte, wuchs mit jedem Augenblicke, obgleich ſie die Sitte der guten Geſellſchaft nicht zum Ausbruch kommen ließ.

Maurice, der an außerordentliche Mäßigkeit gewöhnt war und nie andern Wein getrunken, als die leichten Produkte der Weingegenden des Jura, begann durch die häufigen Libationen, welche ihm Antoinette auferlegte, und durch die Belebtheit des Banguetts, einen kleinen Anflug von Trunkenheit zu verſpüren, die, ihn im vollen Beſitz ſeiner Ver⸗ nunft laſſend, nur das Bewußtſein des Glücks er⸗ höhte, das er in dieſem Augenblicke genoß, näm⸗ lich:

Von einer der hübſcheſten Frauen von Paris geliebt zu ſein; in nichts die Eleganz der Coriphäen der goldenen Jugend jener Zeit beneiden zu müſſen; mit liebenswürdiger Courtoiſe ohne alles Weitere unter ſie aufgenommen zu ſein; endlich denken zu können, daß dieſes heitere Conzert nur die Inaugu⸗ ration eines Lebens voll Vergnügen ſei, das durch die Raffinements der Eleganz und des Lurus ver⸗ vollſtändigt wurde, die er neuen Wucheranleihen ver⸗ danke, welche er zu contrahiren ſich vornahm.

Der junge Bergbewohner hörte mit wollüſtiger Neugier folgender Unterhaltung zu, an der ihm ſeine Unbekanntſchaft mit den Perſonen und Sachen nicht Theil zu nehmen erlaubte, die ihm jedoch ein treues Spiegelbild des faſhionabeln pariſer Lebens jener längſt verſchwundenen Cpoche gab: