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Jeane nahm ihren Hut, den ſie raſch aufſetzte, während Albert ſeinen kleinen Mantel auf die Schul⸗ ter warf und ſagte:
„Kommen Sie, Jeane; Sie werden bei meiner Mutter das einzige Aſyl finden, das jetzt für Sie taugt.“
„Meine Nichte, Sie dürfen dieſes Haus nicht verlaſſen, ehe mein Gemahl zurückgekehrt iſt,“ ſagte Madame Dumirail, welche jetzt bedauerte, durch die Lebhaftigkeit ihrer Worte zu dem Entſchluſſe Jeane's beigetragen zu haben, für die ſie im Uebrigen eine wahre Zuneigung hegte. „Sie wurden der Vor⸗ mundſchaft meines Mannes anvertraut; er allein wird entſcheiden, ob Sie bleiben oder nicht. Ich ge⸗ ſtehe gerne ein, daß ich, durch den Kummer gereizt und eine Beute der furchtbarſten Unruhe, deren Urſache Sie beſſer als irgend Jemand kennen, des Maßes in den Ausdrücken, die ich gegen Sie ge⸗ brauchte, verfehlen konnte und indem ich von Ihrer Mutter ſprach, mich ohne Zweifel nur ſchlecht erklärte, denn ich ſpielte nur auf gewiſſe Fehler ihres Cha⸗ rakters an. Dieſes aufrichtige Geſtändniß, hoffe ich, wird Ihren Entſchluß ändern.“
„Es iſt zu ſpät, Madame,“ verſetzte Jeane trau⸗ rig; „ich würde kein ſicheres Aſyl hier haben, nach dem, was zwiſchen uns vorgefallen und obgleich ich Ihnen die Ungerechtigkeit Ihrer Vorwürfe vergebe, werde ich doch nicht hier bleiben; meine Würde ſträubt ſich dagegen.“
„In dieſem Hauſe bleiben, wo man Sie mit Be⸗ ſchimpfungen überhäuft? eine elende Feigheit bege⸗ hen, Sie, die Sie ſo ſtolz, ſo muthig ſind, wäre das
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