Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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gründet iſt, meine liebe Jeane, und ſich beeilen, die⸗ ſem Herrn Delmare die Thüre zu verſchließen.“

„Wenn ich vor Jemanden die Thüre verſchließe, ſo geſchieht es vor den Betrügern und Schurken, die ihre Perfidie unter der Maske der Verwandtſchaft ver⸗ bergen,“ verſetzte Madame Dumirail ſtreng. „Das gilt Ihnen, mein Reffe!“

„Ich hatte durchaus keinen Grund, es zu bezwei⸗ feln, meine Tante.“

„Verdient das Intereſſe, das Albert für mich hegt, daß ihm ſolch' harte und ungerechte Beleidi⸗ gungen zu Theil werden?“ verſetzte Jeane. Iſt er Ihren Angriffen ausgeſetzt, meine Tante .. weil er allein hier die abſcheuliche Nothwendigkeit, zu der Sie mich zurückführen wollen, in ihrer ganzen Be⸗ deutung kennt und verabſcheut?“

Der ſtolze, bittere, beinahe inſolente Ton des jungen Mädchens, das vollkommene Einverſtändniß, das zwiſchen ihr und ihrem Vetter zu herrſchen ſchien, reizten Madame Dumirail, machten die Erinnerung an den Groll, den ſie noch gegen ihre Nichte im Herzen trug, lebendig, und bereits der Rathſchläge von Charles Delmare uneingedenk, verſetzte ſie in vorwurfsvollem Tone:

„Jeane, Du ſollteſt Dich weniger arrogant zeigen!“

„Ich habe genug bis jetzt geduldet, ohne mich zu beklagen; aber ich geſtehe, meine Tante, die Re⸗ ſignation hat ihre Grenzen.“ .

„Vorwürfe, Mademoiſelle,“ verſetzte Made Dumirail lebhaft; „vergeſſen Sie nicht, daß es a Ihnen wäre, welche über ſich ergehen zu la