Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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„Es iſt möglich, daß er mich bisweilen beſucht, und der Gegenſtand ſeiner Beſuche iſt von ſolcher Wichtigkeit, daß ...

„Meine Tante,“ verſetzte Jeane, Madame Du⸗ mirail mit dem Tone bittern Vorwurfs unterbrechend, „muß ich Sie denn daran erinnern, daß dieſer Menſch. meinen Vater getödtet?“

„Ich begreife, ich achte Deine Scrupel,“ verſetzte Madame Dumirail ſanft, „aber es iſt mir unmög⸗ lich, auf die Beſuche des Herrn Delmare zu verzich⸗ ten; Du kannſt in Deinem Zimmer bleiben, wenn er zu mir kömmt.“

Das junge Mädchen tauſchte einen Blick des Einverſtändniſſes mit San Privato. Beide wa⸗ ren überdies erſtaunt und verblüfft von der Mäßi⸗ gung von Madame Dumirail; ſie zählten offenbar auf ihre Aufgeregtheit, um eine gereizte Discuſſion herbeizuführen.

Jeane verſetzte in einem ſardoniſchen und immer boshafteren Tone:

„Ich weiß Ihnen wenigſtens für Ihre große Billigkeit Dank, meine Tante; es iſt mir alſo er⸗ laubt, in meinem Zimmer zu bleiben, ſo lange Sie ſich Ihrer freundſchaftlichen Neigung für den Mörder meines Vaters hingeben! . .. Die Moral iſt neu... Das Opfer muß beſcheiden vor dem Blicke des Hen⸗ kers fliehen . . . ich muß mich demüthig und ängſt⸗ lich und, wer weiß! vielleicht ſogar reuig vor dem Menſchen verbergen, der mich zur Waiſe ge⸗ macht

„Ach!“ verſetzte Albert, „meine Tante wird er⸗ kennen, wie ſehr Ihre ſchmerzliche Entrüſtung be⸗