Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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San Privato, der noch in der Nähe der Salonthüre ſaß, die Stirne auf die Hand geſtützt, fügte Madame Dumirail ganz leiſe hinzu:

„Kommen Sie in mein Zimmer, Herr Delmare, dort werden wir allein ſein . . . ich erzähle Ihnen Alles.“

„Ich ahne und zittere!“ dachte Charles Delmare, indem er Madame Dumirail folgte. „Stolz und übermüthig, wie Jeane es iſt, wird ſie Maurice ſeine Verirrung nicht haben verzeihen können, und um ſich zu rächen, hat ſie ſicherlich eine wiederkehrende Nei⸗ gung zu San Privato affectirt. Das iſt die Gefahr für ſie. Dieſe unglückſelige Neigung, die ſie kaum beherrſcht und beſiegt, kann jetzt wieder erwachen und wird eine abſolute Herrſchaft über dieſes junge Herz gewinnen, das bereits in ſeiner erſten Liebe betrogen und zu Tode getroffen wurde. Ach! die Folgen dieſes Betrugs machen mir bange! Sie kön⸗ nen in Jeane's Augen furchtbare Repreſſalien recht⸗

fertigen, ſie in einen Abgrund des Elendes ſtürzen

und Unglücklicher, der ich bin! ich habe keinen heil⸗ ſamen Einfluß mehr auf ſie! Ich flöße ihr und muß ihr einen unüberſteiglichen Widerwillen einflößen! Sie glaubt, ich habe ihren Vater getödtet! Es bleibt mir ein letztes Mittel, die Liebe Jeane's und viel⸗ leicht den Einfluß, den ich auf ſie hatte, auf immer wieder zu gewinnen; aber ach! ich ſcheue vor dieſem Mittel zurück. . . Und doch iſt es das Einzige, das Einzige, das meine Tochter der hölliſchen Gewalt San Privato's entreißen kann .. Ach! dieſer Menſch! . . . Dieſer Menſch! Er könnte mich noch einmal vom Morde träumen laſſen!“