Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

189

Ihnen nützlich ſein zu können und ich eilte, Ihnen meine Unterſtützung anzubieten, um Ihnen das Un⸗ glück beſchwören zu helfen, das ich kommen ſah . . . Das traurige Geheimniß, von dem Sie jetzt unter⸗ richtet ſind, kannte Herr San Privato ſchon ſeit un⸗ ſerer Begegnung auf dem Morillon, und indem er mir drohte, es bekannt zu machen, wollte er mich zwingen, meinen Einfluß auf Sie dazu anzuwenden, Sie zu veranlaſſen, die Heirath von Maurice und Jeane hinauszuſchieben und dieſen nach Paris zu ſchicken, wo ſo gefährliche Verführungen ſeiner harr⸗ ten. Noch ein Wort, Madame, das, was man den Anſtand nennt, verbietet Ihnen jetzt, mich zu empfan⸗ gen, weil ſie wiſſen, daß ich das Unglück hatte, ihren Schwager im Duell zu tödten; es iſt Ihre Sache zu entſcheiden, ob Sie dem ſogenannten Anſtand das Intereſſe Ihres Sohnes vpfern wollen. Ich liebe ihn, wie mein Kind. Die Verirrungen deſſelben, über die Sie in Verzweiflung ſind, beunruhigen auch mich, benehmen mir jedoch nicht alle Hoffnung, ihn zum Guten zurückzuführen. Ich kenne den Namen der gefährlichen Frau, in deren Hände er gefallen iſt .. . Ich werde nicht unthätig bleiben; meine Kenntniß von Paris, einige alte Bekannte, die ich mir hier erhalten, werden es mir möglich machen, Maurice überall hin zu folgen, wohin er geht; was auch geſchehen mag, meine Einwirkung auf ihn kann noch heilſam ſein, es iſt jedoch nöthig, Madame, daß dieſe Einwirkung im Einklang mit Ihnen geſchehe; ich muß Sie zu dieſem Ende häufig ſehen . . .“ „Ach, Herr Delmare, meine letzte Hoffnung