43
weiſen mir, wie aufrichtig das Intereſſe iſt, welches Sie für mich hegen. Doch ich frage Sie noch ein⸗ mal . . . die Urfache . . . von dieſem Intereſſe .“
„Maurice . . . Sie vergeſſen ſchon meine Bitte habe ich Ihnen nicht geſagt, ein heiliger Eid...“
„Verzeihen Sie! . . verzeihen Sie!“
„Es iſt Ihnen verziehen . . . Ich fahre fort... Gewiß werde ich Sie immer ermahnen, ſich anzu⸗ ſtrengen, eine hohe Stellung durch Ihr Verdienſt zu erwerben . . doch es iſt mir nicht unbekannt, daß die Erholungen, die Zerſtreuungen, die Vergnügun⸗ gen ein gebieteriſches Bedürfniß für einen Mann von Ihrem Alter ſind . . . Nun, mein Freund, gibt es eine Auswahl in den Vergnügungen .. es gibt anſtändige, ehrenhafte, die allein den Geiſt und das Herz binden . . . es gibt aber auch ent⸗ artende, ſchändliche Vergnügungen, welche Bitterkeit und Ekel hinterlaſſen. Vor dieſen beſonders, welche ſo gefährlich in Paris, möchte ich Sie gern als wach⸗ ſame Schweſter, als guter Schutzengel bewachen, Maurice, in Ihrem Intereſſe und in dem Ihrer Braut . . . damit Sie ihrer würdig bleiben. Mein Ehrgeiz wäre es auch . . . doch nein .. ich wage es nicht . . .“
„Ah! ich bitte! . . vollenden Sie! . .“
„Nun wohl! ich möchte gern, als unumſchränkte oh! ja als unumſchränkte Gebieterin . über einen Theil der Zeit verfügen, die Sie Ihren Zerſtreuungen, Ihren Vergnügungen widmen werden, und Sie hätten vielleicht meine Tyrannei nicht zu
bereuen ...“ „Mein Gott! . . träume ich! träume ich! Wo⸗


