Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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völlig meine Mutter, meine Braut, denen ich den Arm gab. Ein einziger Umſtand, der eben ſo kin⸗ diſch als albern, wird Ihnen die Abirrung des Gei⸗ ſtes und des Herzens beweiſen, in die mich der tolle Neid verſetzte, von dem ich verzehrt wurde. Wir kamen, den Boulevards folgend, in unſer Hotel zu⸗ rück; ich ſah vor der Thüre eines Reſtaurants, ohne Zweifel von Ruf, eine mit vier herrlichen Pferden beſpannte Caleche halten; zwei junge Leute und zwei ſehr hübſche Frauen ſtiegen heiter aus dieſer glän⸗ zenden Equipage; ſie traten in das Café ein, ohne Zweifel, um hier zu Mittag zu ſpeiſen .. . Nun wohl, ſie beneidete ich auch mit doppelter Bitterkeit; ich ſtellte mir dieſes fröhliche Mahl vor, belebt durch die Witze der Gäſte, durch ihr Verlangen, ihren ſchönen Gefährtinnen zu gefallen; in meiner unge⸗ rechten böſen Laune bekam ich auch Mitleid mit dem beſcheidenen Familienmahle, dem ich mit Jeane und meiner guten Mutter beiwohnen ſollte. Vergebens fragte mich dieſe, als ſie mich ſorgenvoll ſah, nach der Urſache meines Verdruſſes; ich antwortete nicht, und ſagte zu mir ſelbſt: Verflucht ſei der Tag, an welchem ich unſer Gebirg verlaſſen habe .. ich lebte dort glücklich, geſchützt vor dem Neide weil ich nichts zu beneiden hatte . . . Doch hier. um⸗ geben von Verſuchungen und genöthigt, ihnen zu widerſtehen wird mein Leben eine Hölle werden.“ „Armer Mautice, ich habe Sie mit tiefer Auf⸗ merkſamkeit angehört; ich preiſe Gott, daß er mich auf Ihren Weg geſtellt hat, um Sie vor vielen Ge⸗ fahren zu bewahren. Der Neid, den Sie empfinden,

hat nichts, was mich in Erſtaunen ſetzt; er iſt ge⸗