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Maurice, der ſich unwillkürlich von der Trunkenheit erfaßt fühlte; in ſeiner Noth die Erinnerung an ſeine Braut anrufend, ſagte er zu ſich ſelbſt:
„Nein .nein . . ich liebe nur Dich, meine Jeane .. vie brennende Unruhe, die ich bei dieſer Frau empfinde. welche ich heute zum erſten Male ſehe . das iſt nicht Liebe . . . das iſt eine Art von unwiderſtehlichem Schwindel . WMein Gott!
warum bin ich hierher gegangen!“
Frau von Hansfeld hielt es nicht für geeignet, die Trunkenheit von Maurice auf den höchſten Grad zu ſteigern, und da ſie ihn ein wenig beruhigen wollte, ſo ſagte ſie mit ſanftem, ernſtem Tone:
„Sprechen wir nun im Ernſte, mein Freund ... nennen Sie mich vertraulich Antvinette, oder nennen Sie mich nicht ſo . . . gleichviel, ſind Sie nur überzeugt, die zärtlichſte der Schweſtern hätte keine wahrere, keine mehr ergebene Zuneigung für Sie, als die, welche ich für Sie hege.“
Bei dieſen brüderlichen Worten fühlte Mau⸗ rice ſeine Verlegenheit abnehmen, die Unruhe ſeiner Sinne allmälig ſich beſänftigen; ſodann, da ihn eine unbegreifliche Neugierde beherrſchte, ſagte er ſchüchtern:
„Madame, Sie haben die Güte, mir zu verſichern, Sie lieben mich als Schweſter . . . und Sie ſehen mich doch heute zum erſten Male . . . Sie kennen mich nicht . . .“
„Sie irren ſich, Maurice . . ich kenne Sie ſeit langer Zeit . . . ich habe es Ihnen vorhin bewieſen, indem ich Ihnen zeigte, es ſei mir keine der Eigen⸗ ſchaften Ihres Charakters, Ihres Herzens oder Ihres
Geiſtes fremd . . . und mehr noch, nichts iſt mir un⸗
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