Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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ſind, bitte ich Sie doch, mich unter die Zahl Ihrer Freunde zu rechnen.“

„So wenig ich Rechte auf dieſe für mich ſo ſchmeichelhafte Freundſchaft habe, ſo nehme ich ſie doch an, mein Herr, und danke Ihnen aus dem Grunde meiner Seele dafür,“ antwortete der un⸗ ſchuldige Maurice, mit Erguß den Händedruck von Richard erwiedernd. Dieſer küßte Frau von Hans⸗ feld artig die Hand und verließ das Boudoir mit dem Gedanken:

„Nein, nie werde ich dieſen armen Jungen tödten!. .. Doch was für ein Geheimniß iſt das? ... Warum will Antoinette ſeinen Tod? Ah! Teufel! . . . nie hatte ſie anziehender geſchienen, als heute . . . Wie ſchön iſt ſie . . . wie ſchön iſt ſie! . . . Gott verdamme mich! hätte ſie mich nicht von ihren Pro⸗ jecten unterrichtet, ich wäre, glaube ich, eiferſüchtig auf dieſen Hercules . . . und dann, bei meiner Treue! Jeder für ſich, und das Kampfgericht für Alle!“

V.

Immer mehr dem unwiderſtehlichen Reiz von Frau von Hansfeld unterliegend, einem Reize, von dem er ſich weder ſeine Natur, noch ſeine Macht er⸗ klären konnte, denn er veränderte in keiner Hinſicht ſeine zärtliche Liebe für ſeine Braut, hielt ſich Mau⸗ rice für das Spielzeug eines Traumes. Er wußte nicht, und in ſeiner Unerfahrenheit konnte er nicht vermuthen, was die geſellſchaftliche Stellung dieſer