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ſeine Collegen vom diplomatiſchen Corps empfangen könnte.
Der Luxus ruft den Lurus hervor; trotz ſeiner Prochtliebe hätte der Geſandte vielleicht relativ bei einem unterhaltenen Mädchen von niedrigem Stande geknauſert; nimmt man aber mit ſechzig Jahren zur Maitreſſe eine Frau, welche ſchon Reichthum beſitzt, ſo iſt man zu verhältnißmäßigen, mit anderen Wor⸗ ten, zu ungeheuren Ausgaben genöthigt.
Der Prinz von Serra Nova, der übrigens Herr eines coloſſalen Vermögens, machte Frau von Hans⸗ feld zum Geſchenke ein im Faubourg du Roule lie⸗ gendes, mit unerhörter Pracht möblirtes Hotel, und richtete ihr Haus auf einem ſehr großen Fuße ein. Sie hatte zwei Kutſcher, ſechs Pferde in ihrem Stalle, einen Lackaien, zwei Kammerdiener, einen Haushof⸗ meiſter und einen der beſten Köche von Paris. Der Prinz von Serra Nova liebte ungemein eine gute Tafel und abgeſehen von ſeinen Prunkfeſten und ſei⸗ nen officiellen Gallas emfing er ſeine Vertrauten bei Frau von Hansfeld . . ſehr wenig eiferſüchtig,
als ein vernünftiger, wohlgebildeter Mann, der vvn
Anſtand bewahre, und ſich enthalte, Frauen zu pfangen, da ſie nur eine zweideutige oder verdor⸗ bene weibliche Geſellſchaft empfangen könnte. Er b Antvinette eine Geſellſchaftsdame von ehrwürdi⸗ ter, und um nicht von der Duenna beläſtigt
der Frau von Hansfeld. Die Letztere ließ dieſe Art von Chaperon holen, wenn ſie ſpazieren fuhr, oder
u ſein, ſetzte er ihr einen reichlichen Gehalt aus und miethete ihr eine Wohnung ganz in der Nähe
Antoinette nichts Anderes forderte, als daß ſie den


