Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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ves wilden Thieres, und beſonders der inſtinctmäßi⸗ gen Vorherſehung des anderen Tages, welche gewiſſe höhere Weſen auszeichnet; prädisponirt zu allen Laſtern, zu allen Verkehrtheiten durch eine verab⸗ ſcheuenswerthe Erziehung und die ärgerlichen Bei⸗ ſpiele einer Mutter von ſchamloſen Sitten, war An⸗ tvinette bald, nach dem geheiligten Ausdrucke, lan⸗ cirt durch den Schwadronschef, ihren Liebhaber, einen vollendeten Roué. In kurzer Zeit, und Dank ſei es den wunderbaren Anlagen, die ſie zeigte, machte er aus dem linkiſchen, unerfahrenen Provinz⸗ mädchen eine der frechſten Phrynen, welche je die Hymne von Venus Aphrodite geſungen haben. Ge⸗ waltig trinkend, rauchend, ſchwörend, fluchend, zum Entzücken mit der Piſtole ſchießend, unerſchrocken zu Pferde, erlebte ſie bald in dem, ausſchließlich militä⸗ riſchen und überdies beſchränkten Kreiſe, in dem ſie lebte, einen glänzenden Ruf, den ſie ihrer unterneh⸗ menden Schönheit, ihren Taverneſpäßen und Ca⸗ ſernenwitzen verdankte.

Kurz, in weniger als achtzehn Monaten richtete Antoinette ihren Schwadronschef zu Grunde. Sie hatte von ihrer erſten Erziehung einige Praktiken des Erſparens und der Vorſicht bewahrt; dieſe Ge⸗ wohnheiten in Verbindung mit ihrer natürlichen Raubgier, und ihrem feſten, kalten Willen, ſich zu bereichern, erlaubten ihr, trotz ihrer tollen Ausgaben, ungefähr ſechzig tauſend Franken zu erſparen.

Der Nachfolger des Schwadronschefs war ein

Fremder, deſſen Bekanntſchaft ſie im Manöverlager

von Compiogne gemacht hatte. Dieſer Fremde, Lo Fitz⸗Gerald, Capitän bei den Horſeguards, e

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