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den Mord in der Perſon meiner Tochter zu er⸗ dulden?“
Geneviève wagte es nicht, Charles Delmare zu unterbrechen; das Vergebliche der Tröſtungen füh⸗ lend, die ſie ihm bieten konnte, betrachtete ſie ihn ſchluchzend. Er blieb einige Augenblicke auf ſich ſelbſt zuſammengeſunken; dann ſtand er plötzlich auf, nahm in ſeine Hände die Hände der Amme, und ſagte mit bebender Stimme zu ihr:
„Gute Mutter . . . Du haſt mir ſchon viele Be⸗ weiſe von Ergebenheit geboten . . . das iſt nicht ge⸗ nug . . . ich erwarte von Dir noch mehr.“
„Ach! mein Charles, iſt es möglich!“ rief die Amme halb entzückt, halb weinend .. . „Güte Gottes könnte ich .. . Mein Gott. . . Du trockneſt meine Thränen . . . Ich bin ſchmerzlich niedergeſchlagen ... dennoch bringſt Du mir faſt die Freude ins Herz... indem Du mir ſagſt, ich vermöge etwas für Dich Lch! ſprich geſchwinde, geſchwinde, was ſoll ich thun?“ 8
„Nach Paris abreiſen.“
„Das wird nicht eine Unze ſchwer ſein, mein Alter,“ erwiederte Geneviève entſchloſſen. „Zwei Hemden und zwei Paar Strümpfe in einem Sacktuch und vorwärts, Marſch! Wann ſoll ich abreiſen?“ Morgen.“
„Heute, wenn Du willſt. . . aber Du?“
„Ich begleite Dich .. .“
„Nach Paris?“
„Jeſus, mein Gott!.. Du willſt mich alſo ganz glücklich machen .. . Trotz des Kummers, von dem


