Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Bedauern bei, daß ich ihn als ein beklagenswerthes Zeugniß der Geiſtesverirrung aufbewahre, in die ein Mann gerathen konnte, welchen ich lange Zeit für begabt mit einem richtigen Geiſte, einem geraden Sinne, und einem edlen, wohlwollenden Charakter gehalten habe; während er beherrſcht wird von der gebieteriſchen blinden Anmaßung, ſich als Sitten⸗ richter, als Leiter des Benehmens der Andern aufzu⸗ ſtellen und beſonders aufzuerlegen.

Was Ihre Inſinuation in Betreff meiner Schwe⸗ ſter und meines Reffen betrifft, welche nach Ihrer Meinung boshafter Weiſe den Bruch der Heirath von Maurice und Jeane wünſchen würden, ſo ſind dieſe Inſinuationen ſo unbeſtimmt, obſchon ſehr böswillig, daß ich nicht im Ernſte dabei verweilen konnte.

Seien Sie verſichert, mein Herr, daß es mich außerordentlich viel Ueberwindung koſtet, einſt freund⸗ ſchaftliche, unter ſo glücklichen Auſpicien begonnene und fortgeſetzte Beziehungen abbrechen zu ſehen; nie werde ich die Dienſte vergeſſen, die Sie meinen Kin⸗ dern geleiſtet haben.

Warum müſſen Sie unglücklicher Weiſe ver⸗ geſſen haben, daß die innigſte Vertraulichkeit einen Fremden nie ermächtigt, ſich zum Beherrſcher einer Familie aufzuwerfen, deren Haupt, Gott ſei Dank, Niemandes Rathſchläge bedarf, um ſeine Pflichten zu begreifen und zu üben?

Genehmigen Sie, mein Herr, die Gefühle mei⸗ ner ausgezeichneten Hochachtung.

1 Dumirail.