Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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„Ich ſchweige, mein Oheim,“ antwortete Jeane, tief betrübt; „entſchuldigen Sie, ich ſchweige.“

„Aber, mein Freund,“ ſagte Madame Dumirail, „Jeane iſt hinreichend intereſfirt bei dem Entſchluſſe, um den es ſich handelt, um ihre Meinung auszu⸗ drücken.“

„Meine liebe Julie, es iſt unnütz, einen Streit zu entſpinnen. Maurice wird Zeit haben, zu über⸗ legen, ſich frei zu entſcheiden, denn ich wiederhole, ich beabſichtige in keiner Hinſicht Einfluß auf ihn zu üben.“

„Mein beſter Freund,“ ſprach Charles Delmare, unter einem liebreichen Lächeln ſeine Todesangſt ver⸗ bergend, „eine ſchon alte Freundſchaft hat ihre Rechte, und Sie werden mir ohne Zweifel erlauben, Sie zu fragen, wie es komme, daß Sie ſich vor der Ankunft von Herrn San Privato hier tief zufrieden damit gezeigt haben, daß Maurice, Ihr Beiſpiel befolgend, die väterlichen Felder bauen follte . . während nun im Gegentheile Sie . . .“

„Verzeihen Sie, mein lieber Herr Delmare,“ unterbrach trocken Herr Dumirail, „ich muß Ihnen bemerken, daß ich über ſechzig Jahre zähle, einigen geſunden Verſtand, das Gefühl meiner Familien⸗ vaterpflichten, eine erleuchtete Zärtlichkeit für meinen Sohn und einen unerſchütterlichen Willen habe Damit ſage ich Ihnen, daß Sie es, während ich, wie ich muß, die vortreffliche Abſicht ſchätze, die Sie leitet, gut finden werden, wenn ich Ihren Einwen⸗ dungen keine Rechnung trage, und mich beſonders enthalte, auf eine Frage zu antworten, von der meine gerechte Empfindlichkeit verletzt werden könnte.“