Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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der Dazwiſchentritt ſeiner Frau verurſachte, „alſo, mein Freund, Du ſiehſt nichts Wünſchenswerthes außerhalb der beſcheidenen dunkeln Lage, die Dir vorbehalten iſt? Alſo Du bedauerſt nicht, Du wirſt nie bedauern . . . ich führe dieſes Factum an, weil wir es vor den Augen haben . . . Du wirſt nie be⸗ dauern, ſage ich, Deinen übrigens ſehr lobenswerthen Ehrgeiz zum Beiſpiel nicht bis zu einer ſo glänzenden Laufbahn, wie es die Deines Vetters San Privato iſt, erhoben zu haben?“

„Wenn ich die Wahrheit ſagen ſoll, mein Vater, gewiſſe ehrgeizige Velleitäten waren in mir ſeit der Ankunft meines Vetters erwacht,“ antwortete Mau⸗ rice; „doch dieſer Ehrgeiz war ephemer . . .“

„Ich war deſſen ſicher! meine Ahnungen täuſchten mich nicht!“ ſagte zu ſich ſelbſt Herr Dumirail, trium⸗ phirend und mehr als je entſchloſſen, bei ſeinen Plä⸗ nen zu beharren; dann ſprach er laut zu Maurice: „Was Du mir ſo eben mitgetheilt haſt, mein Kind,

iſt ein Geſtändniß von der höchſten Wichtigkeit ..

Und woher kommt es, daß Du bis jetzt vor uns dieſe Velleität eines, ich wiederhole Dir, höchſt lobenswer⸗ then Ehrgeizes verbargſt?“

„Maurice verbarg ſie aus dem ſehr einfachen Grunde, weil die ehrgeizige Velleität dieſes lieben

Kindes, Gott ſei Dank! eben ſo ephemer als plöt⸗

lich war,“ erwiederte Charles Delmare; „und ſo eben noch ſagte er uns . .“ „Mein lieber Nachbar,“ unterbrach kalt Herr

Dumirail, „die Frage, um die es ſich handelt, hat meines Erachtens eine ſo ernſte Bedeutung, daß Sie

es gut finden werden, wenn mir mein Sohn frei