Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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ſehr ſichtbare Kälte von Herrn Dumirail überzeugte ihn, er ſei, wie man zu ſagen pflegt, zu viel; doch die Umſtände waren in ſeinen Augen ernſt genug, daß er dem Gefühle verletzter Empfindlichkeit kein Gehör lieh. Er beſchloß, nicht den Anſchein zu haben, als bemerkte er die Kälte ſeines Freundes, und da er überdies wahrnahm, daß Madame Dumirail, deren trauriges, verſtörtes Geſicht ihm auffiel, ihn mit dem Blicke aufzufordern ſchien, er möge bleiben, ſo blieb er.

„Mein Vater,“ ſagte Maurice zu Herrn Dumi⸗ rail, „vorgeſtern Abend habt Ihr, Du und meine Mutter, uns mit einander verlobt und uns verſpro⸗ chen, ſo viel als möglich die Zeit unſerer Heirath zu beſchleunigen . . . Jeane und ich kommen nun, Dich, ſowie meine Mutter, an dieſes Verſprechen zu erinnern.“

„Und in dieſes Verſprechen ſetzen wir unſere ganze Hoffnung,“ fügte Jeane bei; „denn dieſes Ver⸗ ſprechen ſoll das Glück unſeres Lebens ſichern.“

„Gelobtſei Gott!“ dachte Madame Dumirail, einen ausdrucksvollen Blick auf Charles Delmare werfend, der die Bedeutung deſſelben verſtand; „gelobt ſei Gott! nun fürchte ich nicht mehr die Folgen meines Kampfes gegen die Abirrung meines Mannes . . mein Sohn ſelbſt iſt meine Hülfsmacht was habe ich zu befürchten?“

Trotz des Aergers, des Verdruſſes, den ihm der Schritt des Brautpaares verurſachte, beherrſchte ſich Herr Dumirail und erwiederte ſeinem Sohne mit liebreichem, ernſtem Tone:

„Deine Mutter und ich, mein lieber Maurice,