Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

170

„Ich bin begierig, Sie zu hören . . .“

„Nun wohl, mein Herr . . . Sie unterſchieben unſerem Sohne einen Beruf, den er nicht hat, ehr⸗ geizige Wünſche, die er nicht hat . . . Sie, ja, Sie allein ſind es, der, irre geleitet durch den väterlichen Stolz, Maurice auf eine neue Bahn treiben will, denn ich fordere Sie heraus zu verſichern, daß er ein Wort, ein einziges Wort von dem Berufe geſagt hat, den bei ihm anzunehmen Ihnen beliebt.“

„Und wenn das ſo wäre, Madame?“

„Sie geſtehen alſo zu, ohne das Wiſſen von Maurice haben . . .“

„Und was habe ich denn zu verbergen, Madame? Was kann legitimer, achtenswerther ſein, als das Gefühl eines Vaters, der, ſcinen Ehrgeiz, ſeinen Stolz in den Succeß ſetzend, den ſein Sohn durch ſein Verdienſt erlangen kann, begierig wäre, die Laufbahn ſeines Sohnes glänzend und geſchätzt zu ſehen? Ich benehme mich alſo unvernünftig, ich laufe Gefahr, die Zukunft von Maurice zu gefährden, weil ich entſchloſſen bin, den Beruf meines Sohnes nicht hervorzurufen, ſondern zu begünſtigen, wenn er dem Lande bei einem der edelſten Berufe die⸗ nen wollte, welche zu ergreifen einem Bürger ver⸗ gönnt iſt? Bin ich hiebei im Widerſpruche mit mei⸗ nen Grundſätzen? Sagte ich Ihnen nicht vorgeſtern noch, Madame: „„Wir vermöchten ſicherlich für Mau⸗ rice keinen ſanfteren, friedlicheren Stand zu wählen, als den, welchen er gewählt hat; doch es gibt, welche glänzender und geehrter dadurch, daß ſie ſchwieriger, mühſamer ſind.““

„Ah! glauben Sie mir .. im Namen des Him⸗