Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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der Uneinigkeit, die er ſchon zwiſchen uns ausſtreut! Ah! gegen dieſe fluchwürdige Leidenſchaft . . . werde ich mit allen Kräften der Mutter und der Gattin kämpfen . .. Ja, zu dieſem Kampfe, mein Freund, bin ich entſchloſſen . . . weil ich kämpfend . mei⸗ nen Sohn vertheidige!“

„Ihren Sohn vertheidigen, Madame? . . . und gegen wen?“ rief Herr Dumirail, Anfangs etwas beſchwichtigt, wenn auch nicht überzeugt durch die erſten Worte ſeiner Frau.

Sodann abermals heftig werdend:

„Gegen wen wollen Sie Ihren Sohn verthei⸗ digen?“

„Gegen ſeine eigene Schwäche, mein Freund,“ antwortete mit feſtem Tone Madame Dumirail, welche mit Schmerz das Vergebliche ihres Verſöhnungsver⸗ ſuches erkannte; „ja, ich vertheidige meinen Sohn gegen ſeine Schwäche, und wenn es ſein müßte .. gegen die Ihrige . . .“

„Madame . . . dieſe Keckheit . . .“

„Dieſe Keckheit . . . ich hätte ſie . . . im Noth⸗ ſalle „Das iſt zu viel . . . und wer hat denn hier das Recht, über die Zukunft meines Sohnes zu ent⸗ ſcheiden?“ . „Ah! gebe der Himmel, daß über dieſe Zukunft nicht Sie, mein Herr, in der Geiſtesverirrung, in der ich Sie ſehe, entſcheiden! und da Sie auf die Stimme der Vernunft nicht hören wollen, ſo muß ich Ihnen endlich ſagen . . . was ich zwanzigmal ſeit dem Anfange dieſer peinlichen Unterredung auf den Lippen gehabt habe!“