Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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unbedachtſamer Mann, weil ich den Muth hätte, meine Neigungen dem Intereſſe meines Sohnes zu opfern, ſtatt mich in einen, übrigens ſehr bequemen, Egoismus zu verſchließen und jede Veränderung zu⸗ rückzuweiſen, welche der angenehmen Exiſtenz, die ich genieße, den geringſten Eintrag thun würde!“

„Mein Freund,“ erwiederte Madame Dumirail mit thränenfeuchten Augen, „ſeit unſerer zwanzig⸗ jährigen Ehe iſt dies das erſte harte, ungerechte Wort, das Sie an mich gerichtet haben.“

„Weil ich zum erſten Male ſeit unſerer Verhei⸗ rathung entdecke, daß Sie unter gewiſſen Umſtänden vielleicht das Intereſſe Ihres Sohnes vergeſſen wür⸗ den, um nur an Ihre perſönlichen Convenienzen zu denken.“

„Möchte die Zukunft nicht grauſam beweiſen, wer von uns Beiden in dieſem Augenblicke die Sprache einer erleuchteten Zärtlichkeit ſpricht. Ahl mein Freund,“ fügte Madame Dumirail mit beben⸗ der Stimme bei, „Sie, der Sie gewöhnlich einen ſo klugen und weiſen Geiſt an den Tag legen, können Si

„Mit anderen Worten, meine Weisheit hat ſich in Thorheit verwandelt, und ich ſchwatze Unſinn, Madame. Es iſt mir peinlich, Ihnen zu erklären... Dieſer Vorwurf gränzt an die Beleidigung und ver⸗ letzt mich tief.“

„Ah! Ihre Ungerechtigkeit iſt empörend . und ich . . .“

„Vollenden Sie, Madame . . .“

Zu ſehr bewegt, um mit Ruhe zu antworten, ſchwieg Madame Dumirail einige Augenblicke, ſam⸗