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traurigſte Meinung vom Menſchengeſchlechte gefaßt. So weil er, ein Verſchwender, einſt auf eine tolle Art ſein Vermögen vergeudet und ſich zu Grund gerichtet hat, glaubt er, Jedermann werde ſo toll ſein müſſen wie er, mit unſerem Sohne anzufan⸗ gen. Seine Höflichkeit hat mich immer abgehal⸗ ten, ihm zu bemerken, erzogen durch einen Vater von einer blinden, gleichſam albernen Schwäche, habe er unglücklicher Weiſe die beklagenswerthen
Früchte dieſer ſchönen Erziehung tragen müſſen,
und es ſei zwiſchen ihm und unſerem Sohne, der von uns erzogen worden, wie es der Fall geweſen, keine Vergleichung aufzuſtellen. Ich würde ihn auch ohne einen Schatten von Furcht ſich von uns trennen ſehen, ſollte er allen dieſen Gelegenheiten zu Fehl⸗ tritten ausgeſetzt ſein, über die ſich unſer ſehr ſkep⸗ tiſcher Nachbar mit einer Uebertreibung beunruhigt, die ich als Lächerlichkeit taxiren müßte, hätte ſie nicht ihre Quelle in der Zuneigung, die er uns zu bezeu⸗ gen ſcheint.“
„Mir ſcheint . . . und hoffentlich mit Unrecht,
mein Freund . .. Du ſprichſt von Herrn Delmare nicht mit Deinem gewöhnlichen Wohlwollen, mit
Deiner gewöhnlichen Herzlichkeit?“
„Ich? Du irrſt Dich.“
„Nein, ich verſichere Dir, und ohne Zweifel Dei⸗ ner unbewußt zeigſt Du Dich ironiſch, faſt herb ge⸗ gen einen trefflichen Mann, der uns ſeit drei Jah⸗ ren ſo viele Pfänder der Liebe und Zuneigung ge⸗
geben hat, der uns unſchätzbare Dienſte, beſonders
zur moraliſchen Erziehung unſerer Kinder mitwirkend geleiſtet hat.“
Sue, die Familienſöhne. IH.
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