Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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„Keines aber

„Nehmen wir alſo an, er wolle, wie ſein Vetter, die diplomatiſche Laufbahn ergreifen, würdeſt Du Dich widerſetzen?“

„Wahrhaftig, lieber Freund, dieſe Frage iſt ſo außer unſeren Vorherſehungen, unſeren Hoffnungen, daß ſie mich in ein tiefes Erſtaunen ſetzt.“

„Antworte auf meine Frage.“

„Nun wohl, mein Freund, ich würde mich dem neuen Berufe meines Sohnes nicht widerſetzen, wenn er wahr wäre . . . doch ich würde ihn davon abzu⸗ wenden ſuchen.“

„Aus welchem Grunde?“

„Weil alle unſere Pläne über den Haufen ge⸗ worfen wären . . . wir müßten uns von Maurice trennen, die Zeit ſeiner Verheirathung mit Jeane verſchieben.“

„Fandeſt Du geſtern nicht ſelbſt Maurice und Jeane zu jung, um zu heirathen?“

„Ja . . doch den weiſen Einwürfen unſeres Freundes, Herrn Delmare, mich ergebend, änderte ich meine Anſicht.“

„Mein Gott! meine liebe Julie,“ unterbrach Herr Dumirail ſeine Frau mit wachſender Ungeduld, „un⸗ ſer Nachbar Delmare iſt allerdings ein Mann von Geiſt und Erfahrung; er kennt die Menſchen, und

hat er einen Fehler, ſo iſt es der, daß er ſie zu

gut kennt . . .“

„Dieſer Fehler ſcheint mir ſehr einer guten Eigenſchaft zu gleichen.“ „Du irrſt Dich, meine liebe Julie, denn die

Menſchen zu gut kennend, hat unſer Nachbar die