Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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ſein Gleichgewicht, indeß Maurice, ſich liebreich an Charles Delmare wendend, zu dieſem ſprach:

„Sie lachen, lieber Meiſter, doch dieſe andere i⸗ zende Lacherin hier wird Ihnen ſagen, daß ſo eben nichts weniger luſtig war, als die Lage von uns al⸗ len Dreien.“

Seinen Vetter betrachtend, der, trotz ſeiner Gei⸗ ſtesgegenwart, ſeiner Keckheit, das grauſam Lächerliche ſeiner Lage fühlte, fügte Maurice auch von der Lach⸗ luſt angeſteckt bei: „

„Mein lieber Albert, Du biſt nun allerdings ge⸗ hörig der Friſur beraubt: auf einer Seite biſt Du halb kahl, glücklicher Weiſe jedoch werden Deine Haare wieder wachſen; leider wird es nicht ebenſo mit dem Kragen Deines Ueberrocks ſein, der wohl auf eine Vier⸗ telſtunde abweſend iſt: Alles gibt Dir ein ſo drolliges Ausſehen, daß, vergib, mein guter Albert, doch nun, da die Gefahr vorüber iſt, lache ich unwillkürlich e

Und Maurice lachte auf das Herzlichſte, nicht boshaft und um ſeinen Vetter zu demüthigen, ſondern weil Albert wirklich in dieſem Augenblicke äußerſt lächerlich war. Er fühlte es, und die gehäſſige Empfin⸗ dung ſeiner Lächerlichkeit gab plötzlich ſeinen Zügen einen ſo ergreifenden, obſchon flüchtigen Ausdruck, daß Charles Delmare ihn auffaßte und zu ſich ſagte:

„Das iſt zu viel Demüthigung füe dieſen jungen Mann . . . er wird ſich grauſam rächen wollen . . . Ich bedaure, daß ich unwillkürlich die Heiterkeit mei⸗ ner Tochter getheilt habe.“

Hierauf wurde Charles Delmare wieder ernſt; er wandte ſich an San Privato und ſprach zu ihm: