Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Arm, und Dich leitend, werde 6 nich ſo balten, daß ich vor Dir den Anblic der Abſtürze verberge.“

„Mein lieber Maurice,“ ſtammelte, immer knie⸗ end, San Privato, der, das Geſicht der Seite des Fel⸗ ſens zugewendet, noch betäubt, faſt blödſinnig durch die Angſt, es nicht wagte, ſich zu rühren, ich bin ge⸗ lähmt, gebrochen; der Schwindel erfaßt mich wieder nur bei dem Gedanken, zu den Wieſen hinaufzuſteigen, ſelbſt mit der Stütze Deines Armes.“

„Dann will ich Dich rittlings auf meinen Rücken nehmen, wie man die Kinder trägt; Du wirſt die Augen ſchließen, Du wirſt Dich jeder Bewegung ent⸗ halten, ſonſt würdeſt Du machen, daß ich das Gleich⸗ gewicht verlöre, und in zehn Minuten werden wir auf dem Col de Treéſerve ſein.“

„Ei! wie ſoll ich auf Deine Schultern ſteigen; ich wage es nicht, mich umzudrehen, aus Furcht, aufs Neue vom Schwindel erfaßt zu werden; ich hätte kaum die Kraft, mich aufrecht zu halten.“

„Höre mich wohl an: ich will mich ſo viel als möglich bücken und Dir meinen Rücken bieten. Du wirſt Deine Arme um meinen Hals ſchlingen, »ich werde Deine Beine unter meinen Arm nehmen; Dein Gewicht iſt leicht, Du wirſt die Augen immer geſchloſ⸗ ſen halten, um nicht durch den Anblick der Abſtürze beängfiat zu werden, und bald werden wir ohne Hin⸗ derniß da oben ankommen. Auf, Muth! Albert! und auf den Dada. . .“ ſagte lächelnd der gute Maurice, um ſeinen Vetter durch dieſen Scherz zu be⸗ ruhigen.

Trotz der Furcht, die ihm das von ſeinem Vetter vorgeſchlagene ſeltſame Locymotionsmittel verunſachte,