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Angſt, das Geſicht an den Felſen gedrückt, ſchwitzt... ſo eben mich erdroſſelnd und mich mit ſich in den Ab⸗ ſturz fortreißend . . . in dem Augenblicke, wo ich. . .“
Doch ſich unterbrechend und noch ſchauernd vor geheimer Entrüſtung, fügte Jeane mit Bitterkeit lächelnd bei:
„Ich werde Dir ſpäter ſeltſame Dinge zu erzählen haben, oh! ſehr ſeltſame über das Ereigniß, das ſo eben vorgefallen iſt.“
„Ich zittere noch nur bei dem Gedanken allein an die Gefahr, der ich Dich ausgeſetzt ſah,“ erwie⸗ derte Maurice, welcher das Motiv der Verſchweigung ſei⸗ ner Braut nicht vermuthen konnte. „Unſer unglück⸗ licher Vetter hatte den Kopf verloren . . . Ach! die Angſt urtheilt nicht. . . und der Ertrinkende verur⸗ ſacht oft den Tod Desjenigen, welcher ihm beizuſtehen verſucht. .. Gott ſei Dank, liebe Jeane, wir haben nichts mehr zu befürchten; Du haſt Deine Sicherheit wiedererlangt . . . Du kennſt den Weg, den Du zwei⸗ mal ohne die geringſte Gefahr paſſirt haſt. .. geh uns voran . . . ich werde über Dir wachen können. .. Geh' beſonders ſachte und behutſam; in zwei Minuten werden wir die Wieſen erreicht haben.“
Das Mädchen warf einen Blick der Verachtung und des Widerwillens auf San Privato, der Allem was um ihn her vorging, fremd zu ſein ſchien, um ſie fing an langſam, aber mit ſicherem Fuße die un zuſammenhängenden Stufen hinaufzuſteigen, welch am Abgrunde hinliefen und zum Col de Treéſerv hinaufgingen.
„Fühlſt Du Dich nun fähig, zu gehen,“ ſagt Maurice zu ſeinem Vetter, „ſo ſtütze Dich auf meiné


