Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Mädchen und Albert rollen ſollen, bückt ſich dann, ergreift mit ſeiner Herculeshand ſeinen Vetter bei den Haaren, hält ihn feſt, zieht ihn in die Höhe, und ſofort an ſich, preßt ihm mit der andern Hand die Fauſtgelenke, um ſie zu zerbrechen, nöthigt ihn ſo, die Finger zu öffnen, und befreit von ihrem krampf⸗ haften Drucke Jeane, welche ſchon halb erſtickt iſt.

Albert ſtößt plötzlich einen Schmerzensſchrei aus; eine Handvoll von ſeinen Haaren war in den Händen ſeines Vetters geblieben, der ihn nur bei ſeinen Haaren hatte faſſen können.

„Geſchwinde, umſchlinge mit Deinen Armen mein Bein,“ ſagte Maurice zu ſeinem Vetter, „halte Dich feſt. . . ſei ohne Furcht, ich habe ein ſolides Knie.“

Und ſich an ſeine halb des Bewußtſeins beraubte Braut wendend, ſprach er, indem er ſie an ihrem Saffiangürtel, der ihr Kleid an ihren Leib anſchloß, ergriff:

„Jeane, theure Jeane, Du biſt gerettet. .. Schließe die Augen, um die Tiefe des Abſturzes nicht zu ſehen, und ſuche Dich mit meiner Hülfe aufzu⸗ richten.“

Die Gegenwart von Maurice, ſeine geliebte Stimme, das Vertrauen, welches das Mädchen zur Stärke, zur Gewandtheit, zum Muthe ihres Bräuti⸗ gams hatte, beleben ſie wieder, und, Dank ſei es der Unterſtützung, die er ihr gewährt, erhebt ſie ſich von zuſammengeſunken, wie ſie war, auf ihre Kniee; dann ſchließt ſie die Augen, um dem Schwindel zu entge hen, den in ihrem Zuſtande von Schwäche der Anbl des leeren Raumes ihr verurſachen konnte, ſteht vo