Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Augenblick die phyſiſche Stärke erſetzen kann, der ſie entbehren, fühlte Jeane, wenn ſich die Gefahr noch um einige Secunden verlängere, werden ihr ihre Scheinkräfte entſchwinden, denn die Seidelbaſtbüſchel waren völlig entwurzelt, und ſie hielt beinahe allein das Gewicht des Körpers von San Privato. Dieſem war es mit dem Ende der Füße im leeren Raume umhertappend gelungen, einen derſelben in eine Fels⸗ ſpalte zu ſchieben; doch abgeſehen von dem precären und unzulänglichen Stützpunkte, blieb er nur am Rande des Abgrundes durch die Spannung ſeines Rockkragens gehalten, an dem ſich Jeane energiſch anklammerte! . . . Bald hört ſie ihn krachen, ſich auf⸗ trennen . . . ſie will es nun verſuchen, den Rock bei den Falten zu ergreifen, die er über den Schultern bildete, und ſie neigt ſich, jede Zurückhaltung in dieſem entſetzlichen Phent vergeſſend, dergeſtalt vorwärts, daß i ihr Geſicht das von San Privato ſtreift; ſie fühlt die Wärme ſeines keuchenden Athems, ihre Stirnen berühren ſich, ſie hört plöt zlich die Stimme von Maurice, der ſich, von fern Zeuge der Gefahr, die ſein Vetter lief, ſo raſch, als es ihm die Schwie⸗ rigkeiten des Weges erlaubten, näherte und ſeiner Braut zurief

ie hier bin ich! Muth! . . Suche Albert

noch eine Minute zu halten! . . . Wir retten ihn!“

Richts kann ſtärkender, hinreißender ſein, als die Hoffnung auf Rettung, wenn man ſeine letzte Stunde berührt. Wiederbelebt durch die Worte und die An⸗ näherung von Maurice, glaubte ſich San Privato um ſo ſicherer gerettet, als ſein rechter Fuß, der lange im Jauns hin und her geſchwankt hatte, zufällig einen