Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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gähnenden Abſturze zu ſeiner Linken abzuwenden, warf die Augen auf die Flanke des Berges, und ſchritt Jeane auf dem Fußpfade voran, der nach der Tréſerve⸗Grotte führte.

Maurice, während Albert ihm zu folgen zögerte, hatte ſeinen Marſch mit der kühnen Behendigkeit eines Gemſenjägers fortgeſetzt; er verſchwand bald hinter einem Felſenvorſprunge, der an dieſem Orte die na⸗ türliche Treppe dergeſtalt verengte, daß ſie kaum ge⸗ nug Platz bot, um beide Füße zugleich aufzuſetzen.

San Privato war es, ehe er an dieſen gefähr⸗ lichen Ort kam, Dank ſei es einer wunderbaren Willensanſtrengung, geglückt, den Schwindel zu be⸗ herrſchen und Jeane mit einem beinahe feſten Schritte voranzugehen. Uebrigens ziemlich breit hier, war der Pfad von einigen Büſcheln wilder Seidelbaſte begränzt und hinreichend eingeſchloſſen, um, wenn nicht die Todesgefahr eines falſchen Trittes zu be⸗ ſchwören doch wenigſtens das Auge durch einen An⸗ ſchein von Brüſtung zu beruhigen.

Als aber San Privato ein paar Schritte unter ſich die erſchreckliche Verengung des Karnießes wahr⸗ nahm, wohin er ſich nun wagen ſollte, da ergriff ihn der Schwindel, gegen den er ſeit einigen Minuten muthig kämpfte; ein eiskalter Schweiß rieſelte von ſeinen Schläfen; ſie tönten und ſummten; ſeine Beine zitterten, ſein Blick trübte, verwirrte ſich; es ſchien ihm, die Wälder, die Wieſen, die Felder, die Hügel,