Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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lich ſcheinen, und zwar eine Lächerlichkeit, die nichts in den Augen der Frauen abwaſcht, die Angſt! Maurice, ſeinem Nebenbuhler, endlich einen neuen und ungeheuren Vorzug vor ſich geben, einen vielleicht entſcheidenden Vorzug, welcher dem Kampfe ein Ende machen würde, den ſeit dem vorhergehenden Tage Jeane nach und nach, wenn man ſo ſagen darf, gegen ihren guten und gegen ihren böſen Geiſt aushielt.

San Privato wollte nicht, daß es ſo ſei; begabt mit einem eiſernen Willen, gewohnt, in ſeinem In⸗ nern die Inſtincte, die Neigungen, die Leidenſchaften, die ſich zuweilen gegen die unbarmherzige Logik ſeines Intereſſes empörten, zurückzudrängen, zu unterjochen, zu brechen, ſägte er zu ſich ſelbſt:

„Ich habe wohl ſchrecklichere Schwindel beherrſcht, als den des Abgrundes; meine Vernunft, mein ſeſter Wille werden noch einmal die alberne Rebellion mei⸗ ner Sinne bändigen . . . Ich will gehen, wo Maurice gegangen iſt . . . Vorwärts!“

Dieſe Reflexionen boten ſich dem Geiſte von Al⸗ bert mit der Geſchwindigkeit des Gedankens, denn kaum hatte ihm Jeane geſagt:

„Bleiben Sie nicht ſtehen, mein Vetter, um mir den Vortritt zu laſſen; ich habe im Gebirge immer die Gewohnheit, zuletzt zu gehen,“ da antwortete San Privato nach dem von uns erwähnten Augenblicke des Zögerns:

„Gut, meine Cvuſine; . . . entſchuldigen Sie mich nur, wenn äch nicht ſo raſch fortſchreite, als ich gerne möchte; ich habe, wie Sie wiſſen, nicht ſehr den Gebirgsfuß.“

Albert ſtrengte ſich an, ſeinen Blick von dem