Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

38

zweifeln: unſere Couſine hat, wie ſie verſichert, keinen andern Wuuſch, als in der Dunkelheit bei Dir zu leben, und hievon hat ſie mich völlig überzeugt, mich, der ich ſo eben noch zögerte, ihr zu glauben . . . Ah! wie danke ich nun dieſem Scharfſinne, der mir erlaubt hat, in der Tiefe des Herzens von Euch Beiden zu leſen und auf dieſe Art für uns Alle ſo günſtige Er⸗ klärungen hervorzurufen! Du, Maurice, erlangſt alſo die ſüße Ueberzeugung, daß Deine zukünftige Lebens⸗ gefährtin nichts wünſcht, nichts erſtrebt, weder für ſich, noch für Dich, nichts außer dem beſchränkten Kreiſe, in dem bis jetzt Eure Tage verlaufen ſind . .. Und Sie, meine liebe Couſine, haben einen neuen Beweis von der Zärtlichkeit von Maurice erlangt, der, wie er ſagte, bereit iſt, den Ihrigen ſeine Gewohnheiten und ſeine Neigungen zu vpfern, ſollten Sie je mit dem ganzen Glanze, der in Ihnen iſt, zu ſtrahlen wünſchen. Iſt es mir endlich erlaubt, von mir zu reden, ſo habe ich allen Grund, zu hoffen, Sie werden nicht mehr gegen mich den lebhaften Widerwillen fühlen, deſſen Urſache in Ihren Augen, meine liebe Cvuſine, meine angebliche Superiorität über Maurice war . . . Wäre ſie reell, ſtatt eingebildet zu ſein, er hätte nichts von der Vergleichung zu fürchten, da Sie ihn lieben ſo, wie er iſt, und die demüthigen Wünſche von Euch Beiden erfüllt ſind und ſich erfüllen werden. Alſo, meine Freunde, das Eis iſt gebrochen, wir ſind zum vollen Vertrauen und zur vollen Sicherheit gegen ei ander zurückgekehrt. Meine Traurigkeit zerſtreut ſich, mein Herz iſt erleichtert, ich athme mit voller Lun 3 die gute Jura⸗Luft, und ich fühle es, ich werde, wenn

nicht mit einem Gebirgsſchritte, doch wenigſtens m