kommen; ich bin nur ein Ackersmann; ich werde in Dunkelheit ſterben, und Albert wird ohne Zweifel Geſandter werden!““ Mit einem Worte, ich war, und deſſen ſchäme ich mich, neidiſch, abſcheulich neidiſch!“
„Nein, guter Maurice,“ entgegnete San Privato, „Du gabſt weniger dem Neide, als einem Gefühle edlen Wetteifers nach.“
„Albert, Du willſt mir ſchmeicheln oder über mich ſpotten.“
„Nein, ſage ich Dir! Du beſchäftigteſt Dich mehr mit unſerer Couſine, als mit Dir, indem Du bedauer⸗ teſt, daß Du Dich in dieſe Gebirge begraben, wo Dein Werth immer unbekannt bleiben wird . . . ſtatt eine glänzende Laufbahn gewählt zu haben, wo Du ſo gut als ich, beſſer, als ich reuſſiren könnteſt. Dieſe Laufbahn, warum trachteteſt Du darnach? Weil Du darin das Mittel ſahſt, eines Tags Deine Frau ſtolz auf Dich, auf Deinen Namen und mehr noch glücklich als ſtolz durch die Deinem Verdienſte bewilligten Ehrenauszeichnungen zu machen. „„Ah!““ ſagteſt Du Dir in Deinem edlen Ehrgeize, „hätte ich, wie mein Vetter zum Beiſpiel, die diplomatiſche Laufbahn er— griffen, ſo wäre meine geliebte Jeane eines Tages Frau Geſandtin. . . und durch ihren Geiſt, durch ihre Anmuth, durch ihre Schönheit würde ſie die Kö⸗ nigin einer Eliteeſell lſchaft, das Ideal der Höfe, denen ſie erſchiene! Das iſt nicht Alles: unter dieſe Succeſſen, dieſen Betſchungen⸗ geheimer oder zuge⸗ ſtandener Traum . . . (ich beharre hiebei, Maurich geheimer oder zugeſtandener Traum aller ſo wunder bar wie unſere Couſine begabten 3 ſich Jeane mit einer Dankbarkeit, die ihre Liebe ver


