ärgerlich über Ihre Ankunft und über die meiner Tante.“
„Verzeihen Sie, meine Couſine, Ihre Erin⸗ nerungen täuſchen Sie, oder ich leſe klarer in Ihrem Geiſte, als Sie ſelbſt darin leſen.“
San Privato, während er dieſe Worte ſprach, verwandte kein Auge von dem Mädchen; ſie ahnte das Herannahen einer unſeligen Offenbarung, denn er fügte, ſich an Maurice wendend, bei:
„Weißt Du die Urſache des Widerwillens unſerer Couſine gegen mich? ſie iſt wahrhaft ſeltſam, dieſe Urſache, ſie berührt eines der unerklärlichſten Geheim⸗ niſſe des menſchlichen Herzens . . nſere Couſine hatte mich nie geſehen; ſie liebte zärtlich, lei⸗ denſchaftlich, wie ſie Dich noch liebt und immer lieben wird . Trotz ihrer tiefen Liebe für Dich, flöße ich ihr, und über dieſes unwillkürliche Gefühl empört ſie ſich, ich flöße ihr, ſage ich. . .“
„Mein Herr,“ rief Jeane mit flehendem Tone, „genug, ich bitte! nicht ein Wort mehr
Und ſie unterbrach ſich bleich, ſchauernd, derge⸗ ſtalt verwirrt, daß ſie, ſtatt einfach die vorgeblichen Divinationen von San Privato zu leugnen, dieſen Glauben durch ihre Gemüthsbewegung und die Bitte verlieh, die ſie an ihren Vetter zu richten ſchien, um von ihm Stillſchweigen zu erlangen.
Erſtaunt über die Aufregung ſeiner Braut, warf Maurice abwechſelnd auf ſie und auf San Privato einen unruhigen, faſt argwöhniſchen Blick und ſagte mit bebender Stimme:
„Jeane, warum unterbrichſt Du denn Albert?.. Wahrhaftig, Deine Aufregung, Dein Ton würden
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