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entgegnete bitter San Privato; „ich habe im Geiſte von Euch Beiden geleſen, und nichts kann betrüb⸗ licher ſein, als die Ueberzeugung, man flöße Wider⸗ willen ein, während nichts in unſerem Benehmen die Zurückſtoßung, als deren Gegenſtand man ſich ſieht, motivirt.“
„Wahrhaftig, Albert, ich begreife Dich nicht,“ erwie⸗ derte Maurice erſtaunt über den Ton ſeines Vetters. „In welcher Hinſicht ſprichſt Du von Zurückſtoßung?“
„Höre mich an: heute Morgen ſpottete Euer Herr Delmare über mich, — übrigens ſehr witzig, — wegen meiner ſchwächlichen Geſundheit, meiner Migräne; er rieth mir die widerſinnigſten Heilmittel. Dieſe Sarkasmen verdiente ich, weil ich log. Ja, meine angebliche Migräne war ein Vorwand oder vielmehr eine Entſchuldigung für die Traurigkeit, von der ich ſeit geſtern Abend niedergedrückt war, und die ich in„ dieſem Augenblicke noch fühle; ich habe Ihnen auch ſo eben geſagt, meine Couſine, ich bin in einer Ge⸗ müthsſtimmung, die ſich wenig für die Spötterei eignet.“
„Was iſt aber die Urſache dieſer Traurigkeit, mein
Freund?“ fragte Maurice, der zu gehen aufhörte,
ohne eine Bewegung der Ungeduld und der Angſt ſeiner Braut zu bemerken. „Sollten wir, Jeane oder ich, Dich ohne unſer Wiſſen verletzt haben?“
„Nein, nein! was meine Traurigkeit verurſacht, iſt dieſe Divinationsgabe, über welche ſo eben meine Couſine ſo geiſtreich ſcherzte; mit einem Worte, ich bin
traurig, Maurice, weil ich im Geiſte von Euch Beiden
leſe, und meine einzige Hoffnung iſt, Dank ſei es unſerer gegenſeitigen Aufrichtigkeit, es werden ſich Eure


