Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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in der Hoffnung, San⸗Privato und die zwei Verlobten einzuholen.

XXVI.

Maurice, Jeane und Albert hatten ſich, einem die Wieſen der Sennhüte durchſchneidenden Fußpfade folgend, nach der Treéſerve⸗Grotte gewandt.

Das Mädchen ging zwiſchen ihren zwei Vettern und ſtützte ſich auf den Arm ihres Bräutigams; ſie fühlte ihre ſo oft ſeit dem vorhergehenden Tage ge⸗ trübte Seele ſich immer mehr aufheitern; ſie war da⸗ hin gelangt, daß ſie San Privato, trotz des Ver⸗ führeriſchen ſeiner Perſon, lächerlich fand und ihm die männliche Schönheit von Maurice vorzog; dem Reize einer unſeligen Neugierde widerſtehend, beſchäftigte ſich ihr Geiſt nicht mehr unabläſſig mit Albert, in der Abſicht, zu ergründen, durch welches Geheimniß dieſer Menſch ihr ſo verſchiedenartige Gefühle ein⸗ flöße. Sicher, ebenſo ſehr geliebt zu werden, als er liebte, hatte Maurice nicht einmal eine Ahnung von dem ſchmerzlichen Kampfe, der häufig das Herz von Jeane bewegt hatte, und vergaß dergeſtalt ſeine erſten Eifer⸗ ſuchtsvelleitäten gegen ſeinen Vetter, daß er, als das Mädchen, die Sennhütte verlaſſend, ſeinen Arm nahm, zu ihr ſagte:

„Du müßteſt Deinen Arm dieſem armen Albert geben, um ihm zu beweiſen, daß Deine kleinen Bos⸗ heiten von heute Morgen nur, wie man zu ſagen pflegt, gute Freundſchaft waren. Er glaubt viellei