Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hirnloſer Kopf, und nun ſchwatze ich Unſinn. Du haſt das Recht, über mich zu ſpotten, mache reichlich davon Gebrauch.

Ueber Dich ſpotten?

Mit vollem Rechte! denn, fortgeriſſen durch die Hitze des Streites, hätte ich ſo eben, glaube ich, Gott verzeihe mir! beinahe bedauert, daß mein Sohn aus Neigung Landwirth geworden, ſo viel lag mir daran, Dir zu beweiſen, er wäre eben ſo gut Diplomat ge⸗ weſen, als Dein Herr Sohn .. Wie toll war ich? Ach! ach! wir armen Väter! Die Weiſeſten unter uns ſprechen unvernünftiges Zeug, wenn unſere väterliche Eitelkeit uns fortreißt und uns den Verſtand verlie⸗ ren macht.

Welches Geſtändniß! Ah! mein lieber Bruder, Du gibſt es alſo zu? die väterliche Eitelkeit verblendete Dich dergeſtalt, daß Du auf dasſelbe Niveau Deinen Sohn und den meinen ſtellteſt, während im Gegentheile, Du erkennſt es ſelbſt, dieſer arme dicke Maurice nie im Stande wäre ...

Einen Augenblick Geduld! ich gebe das durchaus nicht zu! denn ich behaupte, daß . .

Herr Dumirail unterbrach ſich aber, und ſagte dann halb lächelnd, halb ärgerlich:

Geh zum Teufel! die Unvernunft iſt offenbar anſteckend, befindet man ſich an der Seite eines un⸗ vernünftigen Geſchöpfes . . . Gott ſei Dank! der Zau⸗ ber wird brechen, denn wir werden ſogleich ausſteigen, da wir bei der Sennhütte angelangt ſind.

Herr Dumirail ſtieg aus dem Wagen, der noch

die Entfernung von ungefähr dreißig Schritten zurück⸗

zulegen hatte.