ſonders protegirt, kann mein Sohn, ſicherlich früher oder ſpäter Geſandter, darnach trachten, Miniſter der auswärtigen Angelegenheiten . . . und .. wer weiß! Conſeilpräſident zu werden . . . und auf dieſe Art, ſo zu ſagen, ſein Land zu regieren . . . Ich weiß, Du wirſt mir antworten, Grundeigenthümer und Landwirth im Morillon, ſeine Ochſen und ſeine Schweine mäſtend, ſein Korn, ſein Heu, ſein Holz verkaufend, werde unſer guter Maurice im Grunde ſo glücklich, wenn nicht glücklicher ſein, als mein Sohn, wenn dieſer Conſeilpräſident geworden . . . einverſtanden; doch ich wiederhole, mein Bruder, Jedem ſein Lvos, und Alles wird aufs Beſte gehen, vorausgeſetzt, daß Keiner von ihnen aus ſeiner Lage heraustritt.“
Die Worte von Madame San Privato, welche, vom Inſtincte der Bosheit bedient, den höchſten Grad der geſchickteſten, der gefährlichſten Perfidie erreichte, wurden ſtillſchweigend von Herrn Dumirail angehört.
Abgeſehen von einigen Uebertreibungen und Bru⸗ talitäten in den Einzelheiten, abgeſehen von einigen zu abſoluten Behauptungen faßten dieſe Worte un⸗ gefähr den beſtändigen Gedanken von Herrn Dumirail zuſammen, wie er ihn am Tage vorher in ſeiner Un⸗ terredung mit ſeiner Frau ausdrückte, als er die verſchie⸗ denen Laufbahnen verglich, welche Maurice und Albert vevfolgen ſollten, die eine glänzender und mühſamer,
die andere beſcheidener, aber leichter. Indeſſen, auf⸗
fallender Widerſpruch! unbegreifliches Geheimniß der Seele! dieſe im Grunde ſo vernünftigen Worte dünkten Herrn Dumirail, durch den Mund ſeiner Schweſter kommend, völlig verkehrt; ſie wurden, ſeiner Meinung nach, unverſchämt, albern, verletzend für ſei⸗


